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Wind, eine Kraft für sich

So, wie Wind an Sandstränden Dünenlandschaften formt frisiert er bei uns die Bäume! In der weiten Landschaft der Marsch wachsen die Bäume nicht schön gerade in den Himmel – sie ducken sich unter dem Wind weg, wie die Radfahrer, die gegen ihn anstrampeln. Eindrucksvolle Beispiele sind der Bergahorn von Eesch und die Schwarzerlen bei Windbergen. Deshalb kann „Wind“ in Dithmarschen mit seiner Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 5-6 m/s als eigenständiges Landschaftselement gelten.

  • Windgeformte Bäume im Meldorfer Moor
  • Dithmarschen-Flagge im Wind
  • Windschur bei Arkebek

... und durch die Landschaft bläßt der Wind

Hat der Wind sein Handwerk auf der Marsch verrichtet, wendet er sich kraftvoll der Geest zu und arbeitet dort die ungeschützten Bäume zu Kunstwerken um. Die Hainbuche bei Arkebek kann in dieser Hinsicht als Meisterwerk gelten. Sie steht auf einer der höchsten Erhebungen Dithmarschens, dem Arkebeker Berg. Dieser vollendet windmodellierte Baum auf einem Knickwall seitlich der Straße von Heide nach Albersdorf ist seit 1971 als Naturdenkmal eingetragen.

Die praktische Seite der frischen Brise

Die Wäsche freut sich unterdessen. Lange flattert sie nicht an der Leine, so schnell trocknet sie im frischen Nordseewind. Und ein kleiner Regenschauer kann ihr kaum etwas anhaben. Schon bläst der Wind die Wolken weg und auch noch die letzte Feuchtigkeit aus den Falten. Hauptsache die Wäscheklammern sind fest genug angebracht! In so manchem Haushalt gibt es noch die altmodischen Wäscheklammern, die aus einem einzigen Stück Holz gefertigt sind und fast wie ein kleines Männchen aussehen – denn sie haben sich als sturmfest erwiesen.

Was der Wind noch alles bewegt

Abgesehen davon ist Wind ja oftmals lästig – siehe Gegenwind beim Radfahren. Um den Spaßfaktor zu erhöhen haben die Dithmarscher sich auf ihre Mühlentradition besonnen und 1983 die erste Windkraftanlage aufgestellt. „Der Wind ist kostenlos und in Mengen vorhanden – da lässt sich doch etwas draus machen!?!“ Nämlich Strom. Die (der) Growian* selbst hat das zwar noch nicht geschafft, aber die Tür war aufgestoßen. Heute gehört Windkraft neben Kohl zu den größten Exportschlagern des Kreises. Dass sich rund um Meldorf nur wenige Windrotoren drehen, ist der Sicht auf den Dom geschuldet.

 

*Großwindanlage

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